Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Lichtenstein - An(ge)dacht
Menu

An(ge)dacht

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“   Hiob 19, 25

Spätestens seit der einfühlsamen Vertonung in Händels „Messias“ ist weithin bekannt, dass wir als Christen einen Erlöser haben. So wird das Bekenntnis des Hiob, „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“ ein Hinweis darauf, dass Jesus lebt.
Hiob wurde ganz offensichtlich vom Heiligen Geist berührt. Er empfing einen Weitblick, den es so im Alten Testament nur ganz selten gab.
„Mein Erlöser“ heißt hier, Gott als Anwalt zu haben, der sich zu meiner Erlösung erhebt. Hiob wurde alles genommen: Seine Kinder, sein gesamter Besitz und sogar seine Gesundheit. Er bekam dafür auch noch Aussatz. Geblieben sind ihm seine Frau und seine Freunde. - Aber diese waren ihm keine Stütze und Hilfe, sondern eher eine Belastung.
Jetzt habe ich Theorie geschrieben und wie sieht es in der Praxis bei mir, bei uns aus? Wie erlebe ich, wie erlebst du diese Situation? Keiner von uns weiß, was morgen ist. Keiner weiß, wie er mit Belastungen oder Krankheiten dieser Schwere umgehen würde. Aber wir können und dürfen Gott bitten, uns zu bewahren und unseren Glauben nicht über die Maße auf die Probe zu stellen. Wir müssen uns fragen, wie tief bin ich im Glauben verwurzelt?
Aus Hiobs Geschichte dürfen wir lernen, dass es sich lohnt, Gott zu vertrauen und ihm ALLES zu zutrauen. Die Geschichte von Hiob nimmt ein gutes Ende. Gott gibt ihm alles zurück, sogar doppelt so viel. In dieser trüben Novemberzeit, in dem Monat, in dem wir den Ewigkeitssonntag erleben, dürfen wir besonders innehalten und uns neu die Liebe und Hilfe unseres großen Gottes bewusst machen. Wir wollen Acht haben auf unsere Geschwister, die krank, besonderen Prüfungen ausgesetzt sind oder einen lieben Menschen verloren haben.
Ihnen wollen wir zur Seite stehen und Mut machen mit Hiob:
„ICH WEISS DASS MEIN ERLÖSER LEBT!“ Wir wollen auch an unsere Geschwister denken, die weltweit Verfolgung leiden.
Lasst uns den Monat November besonders zur Fürbitte nutzen, aber auch für uns, dass wir bereit sind, wenn Jesus wiederkommt.

Hanna Ficker