Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Lichtenstein - An(ge)dacht
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An(ge)dacht

„Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.“ (Offenbarung 21, 2)

Der Monatsspruch November führt uns in den Schlussakt des Buches der Offenbarung, ein Trostbuch für verfolgte, bedrängte und leidende Christen. Uns ist hier ein Bild gegeben, das uns Hoffnung und Zuversicht angesichts schmerzvoller Erfahrungen geben will – ein Blick hinein in die Ewigkeit.
Damals wie heute ist Jerusalem eine umkämpfte Stadt. Jeder begehrt sie und erhebt Anspruch auf sie als „heilige“ Stadt – vielleicht mit dem unbewussten Ansinnen, so auch den wahren Gott zu besitzen. Der Seher Johannes bekommt von Gott einen Blick hinein in die Zeit, wo diese Welt zu Ende geht und Gott ein neues Jerusalem schenken wird. Ein Jerusalem, das der Bedeutung seines Namens gerecht wird: Stadt des Frie-dens oder Wohnung des Friedens. Das Jerusalem, das die Menschen damals kannten und dass wir heute kennen, ist immer wieder Ort von Krieg, Streit, Enttäuschung, Neid, Leid, … – schlicht von Unfriede. Wenn Gott aber diese Weltzeit zu Ende führt, wird es ein neues Jerusalem, einen Ort des Friedens geben. Dieser Ort des Friedens wird mein ewiges Zuhause sein. Und ich darf es strahlend und freudig erwarten, wie der Bräutigam seine Braut erwartet.
Ich wünsche euch, dass die Hoffnung auf das neue Jerusalem euch Kraft, Trost und Mut schenkt, all die Orte des Unfriedens in euch und um euch herum zu tragen und auszuhalten und freudig diesen zukünftigen Tag zu erwarten.
Der Gott des Friedens segne euch.

Wencke Janssen, Pastorin